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Ich wollte unbedingt schon immer in die Kinkibox. Sie ist ein Nähcafe in Berlin, das gleich bei mir um die Ecke ist und schon von draußen nach Märchenland aussieht. Durchs Fenster kann man dann konzentrierte Frauen sehen, die an ihren Nähmaschinen sitzen. Als Dawanda mich vor einer Woche dahin einlud & mir Bastelei, Leckerei sowie schönste Töne versprach, musste ich einfach zusagen.
In der Kinkibox angekommen gab es ersteinmal ein Goodie-Bag für ein gesundes und leckeres Frühstück. Man schlenderte ein bisschen in den Räumen herum und konnte mitbekommen, wie begeistert Maria Mena von noch so kleinen Dingen war. Sie hat wirklich den ganzen Tag über gestrahlt und am Ende noch ein Minikonzert gegeben, das Vreni und mir Gänsehaut gemacht hat.
Am großen Basteltisch konnte man mit der Dame von gudbling mädchenhafte Armbänder basteln oder mit der Hilfe der Mädels von slbr sein neues Schmuckstück erstellen.

Besonders begeistert, war ich von dem Strickschmuck von Die Elster. Ketten, Armbänder, Schleifen – Alles gestrickt! Aus diesem Grunde werde ich sie euch in Zukunft noch einmal in einem einzelnen Post vorstellen, damit die ganze Wunderhaftigkeit ihrer Arbeiten auch gezeigt werden kann. Danke nochmal für das Schleifchen!
Nach ein paar Sektchen und vielen Fotos hatte ich auch das Glück Nina von Nina im Wunderland kennenzulernen. Wir philosophierten ein bisschen über das Erwachsen sein und Arbeiten bis es dann nach Hause ging. Eine absolut gelungene Veranstaltung von Dawanda!
Wie versprochen folgt heute die nächste Zusammenfassung der Vorträge aus dem Symposium Fashion@Society in der Akademie der Künste. Nach dem gestrigen Beitrag über Streetblogs, die große Designer beeinflussen nun zu Jugendkulturen in Detschland. Lebst du deinen Stil?

Life & Style – Die Entwicklung von Jugendkulturen in Deutschland. Klaus Farin, Archiv der Jugendkulturen e.V. Berlin
- Jugendkulturen fast immer musikorientiert, wollen Grenzen nach außen ziehen
- Sachen kennen, die nicht jeder kennt und kann
- „Mode als Erkennungsmerkmal“ (Codes, die nicht jeder versteht)
- gleichgestyled = gleichgesinnt = hohe Überenstimmung und Infodichte somit Kommunikation von vornherein auf viel vertrauterer Ebene
- Entstehen sogenannter “artificial tribes” (künstliche Stämme)
- Der Markt ist größer als die realen Jugendlichen – Bewerbe Jugendliche und Ü30 kauft es
- man brauch nicht mehr wirklich wissen um als Symphatisant am Wochenende mit der Kleidung oder der Musik mitzumachen (früher voller Überzeugung und oft politisch)
- die Kreativen leiden darunter, da durch Masse die Inhalte verdünnisieren
- Früher war es so, dass Jugendliche sich an erwachsenen orientiert haben, jetzt will Mutter für die Tochter gehalten werden
Allein zu wissen, dass es ein Archiv der Jugendkulturen gibt, hat den Vortrag lohnsenswert gemacht aber Klaus Farin an sich war einfach ein symphatischer Redner, der mit Kompetenz überzeugte.
Interessant fand ich den Ansatz, das man früher bestimmte Styles hatte, die politisch- und meinungsorientiert waren und man wusste welcher Kultur man folgte und was dahinter steckt. Heute hilft H&M dir ohne jegliches Interesse für die Idee hinter den Kleidungsstücken Emo, Punk oder Hiphopper zu sein. Gut oder schlecht?
Des Weiteren wühlte mich die Frage von ihm auf:
>>Haben Jugendliche denn heute noch erwachsene Vorbilder oder verlieren sich alle in dem Wahn einfach nur noch jugendlich zu sein?
Zumindest bei seiner Aussage im Bezug auf die Mutter und die Werbung für junge Menschen hat er Recht. Was meint ihr? Steckt hinter eurem Styling noch eine Überzeugung oder Message?
Wie angekündigt nahm ich gestern am Symposium im Zuge des Createurope-Projekts teil. In der berliner Akademie der Künste ging es darum, ob und wie Mode und Politik zusammen gehören. In den nächsten Tagen werde ich euch die Quintessenz einiger interessanter Vorträge zusammenfassen.

“Power to the people: Die Straße erobert den Laufsteg zurück. Wie Streetstyleblogs die Modedesigner beeinflussen” gehalten von Jeroen van Roijen, NZZ.
- Früher war der Weg Modedesigner –> Medien (besonders Magazine)–> Look auf der Straße. Nun ist es umgekehrt: Trends und Kleidungsstücke finden ihren Weg von der Straße in die Ateliers
- Magazinqualität nimmt ab, da Editorials sich nach den Companies richten, die die Anzeigen buchen
- Kollektionen (auch von anerkannten und lange geliebten Designern) brauchen streetcredibility sonst schafft es kein Kleidungsstück in die Herzen der Konsumenten
Mister van Roijen, der selbst über einen schmackhaften Stil verfügt, erinnerte mich damit sehr an die aktuelle Diskussion über den Medienwandel allgemein.
Frühere etablierte Instanzen (InStyle, ELLE, etc.), die als eine Art Bibel gesehen wurden, werden nun durch die vielen kreativen Menschen im Internet (Schreiberlinge, Fotografen) ihrer Macht beraubt und müssen umdenken.
Er selbst ist Redaktionsleiter der “Z – Die schönen Seiten” , die monatliche Beilage der NZZ
>>Witziger Hinweis von ihm: Irgendwie haben alle jungen Fashion-Bloggerinnen Bilder von sich mit ihren Fährradern



Morgen mehr.
Für alle, die sich gestern und heute gefragt haben: “Oh mein Gott wo hat sie denn dieses tolle Teil her?”, gibt es heute die Auflösung. Das Röckchen ist von Blutsgeschwister. Sie haben mich am letzten Samstag unsittlich mit Sekt, Prozenten und Geschenken in ihren Laden gelockt.

Nach dem der Flashmob am Samstag heil überstanden wurde und ich noch ein paar Bildchen ansah, schlich sich eine Junge Dame an uns heran und gab uns einen Flyer mit integrierte Gutschein, der NUR AN DIESEM TAG gültig war.
Sowas macht man doch nicht!
Der Laden war nah und die EC-Karte in der Tasche also ging es los. Ich kannte Blutsschwester schon seit ein paar Jahren aber hatte noch nichts gekauft. Im Laden angekommen, wurde man erschlagen von Details und wunderschönem Interieur.
Blutsgeschwister bald nur noch Blutsschwester
Während ich im Laden in meinen “uhhs” und “ahhs” verschwand, musste meine männliche Begleitung leider feststellen, dass es nur noch sehr rar war um die Herrensachen und die Linie “Blutsbruder” bald eingestellt wird. Das war es dann mit dem Geschwisterpaar. Die männliche Männlichkeit fand dann aber noch eine geile Jacke.





Was finde ich bei Blutsgeschwister?
Mädchenhafte Sachen, vorallem Röcke und Kleidchen mit größter Liebe zu jedem noch so kleinen Detail. Viele Strickstücke und urig anmutende Muster plus Blümchentouch. Neben den Klamotten gibt es auch zuckersüße Kissen, Decken und Topflappen mit hinreißenden Verzierungen. Außerdem stockt die Marke mit Accessoires auf. (Brillen, Gürtel, Klimmbimm)
Wo finde ich den Blutsgeschwister Shop?
In Berlin Mitte vom Alex aus Richtung Münzstraße, in dem auch der Adidas Store ist aber kurz vorher in die Almstadtstr. abbiegen.
Fazit aus elviger Sicht
Der Laden macht wirklich Spaß und am Ende meines EInkaufs durfte ich mir noch ein Geschenk aussuchen und bekam sogar zwei. HighHeel Gel Einlagen mit Glitzer in Limited Edition – Was will eine elv mehr? Bald Posts mit der aktuellen Kollektion.
Miauz.
An diesem Wochenende wurde Berlin von so einigen Spontanaktionen und Kunstwerken heimgesucht. Allen voran der gute alte Flashmob. Diesmal wieder am Alex. Mittendrin die elv.



Flashmob am Alexanderplatz “Mehr bunt”
Dieser Flashmob stand unter dem Motto “Mehr bunt.” Ich fand die Idee wundertoll, dass alle Mitmachmenschen nach dem lauten Ertönen der Tröte losrennen und anfangen den Alex mit Kreide bunt zu bemalen. Also Tasche gepackt und losgefahren und dann ging es auch schon los. Die Touristen guckten erschrocken und nachdem alles fertig war und die Flashmobber sich verflüchtigten, staunten viele Leute über die entstandenen Kunstwerke oder malten sie sogar weiter. Achtet auf das geile Geräusch!
Flashmob Alexanderplatz 29.08.2009 from elv ilain on Vimeo.
Kurz danach wurde mir ein Flyer in die Hand gedrückt und wohin es mich dadurch verschlagen hat, erfahrt ihr später.
Schade, dass keine Zeit mehr blieb für den Zombieflashmob oder den MJ-Flashmob.
Berlin ick liebe dir!
Miauz.
Wie viel Identität steckt in deinem Pullover? Zeigt dein Kleidchen wer du bist? Mode kann so viel ausdrücken, dass man platzt oder sogar politisch wird.

Am 8.September findet das Symposium FASHION@SOCIETY statt und beschäftigt sich mit dem Thema Mode als eine Art “kulturellen Code eines Lebensgefühls, bzw. sozialen Status, der fast immer mit Jugend – und Musikkulturen verbunden ist.” Veranstalter sind die bpb und das Goethe-Institut
Ihr könnt euch an diesem Tag einige tolle Vorlesungen und Diskussionen raussuchen und euch für diese anmelden. Einige Highlights:
10.45-11.30 Che auf dem Shirt, PaMode und Politik
12.30-13.15 “In”-Sein, “Anders”Milieuvergleich
15:45-16:15 Verführer und Zerstörer – Abweichungsstrategien archaischer Männlichkeit
Inszenierung von Männlichkeit am Beispiel des Musikgenres Black metal
17.40-18.30 Abschlusspodium: Persönliche und soziale Identität – Sich selbst neu erfinden?
Wann?
Am 8.September von 9:30 Uhr bis 20:30 Uhr
Wo?
Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin
Wieviel?
Die Teilnahme ist kostenlos! Nur anmelden unter info@createurope.com. Also ab Jungens und Mädchen!
Wie im letzten Beitrag versprochen, picke ich euch ein paar der elvigsten Jungdesigner aus dem White Market heraus und stelle sie euch nach und nach näher vor. Eine davon die knusprige Französin Barbara Viktor.

Besonders ihre Kekscollection hatte es mir angetan. In meinem White Market-Bericht könnt ihr den gesamten Stand sehen. Allein Barbara ist schon eine Attraktion und eine der weniger Personen, der wohl alle Haarfarben (inkl. grün) stehen.
Ihr findet ihre Kollektion auf ihrer Myspace-Seite . Ich steh sonst ja gar nicht auf Fashion-Myspaceprofile aber dank eigenem Soundtrack und Video des Showrooms sei ihr verziehen.
Barbara Viktor in Berlin
Ihr findet ihre Kollektion aber auch schon in einigen Läden in Berlin wie dem Strychnin am Boxi oder bei Blackdoorbeauty. Sie hat auch wunderschöne Ketten und vorallem Ringe. Nichts desto Trotz gabs für die elv eine Keksbrosche, die in der liebevollsten Verpackung der Welt überreicht wurde.


YUMMY!
Der Fashionmarkt fand wieder einmal in der Kulturbrauerei statt. Nach erfolgreicher Abschlussarbeitsabgabe sind Misses Fergin & ich auf ins Getümmel nach Pregnancy Hill und haben nach frischen Designern gesucht.


Im Gegensatz zu meinem letzten Besuch in der Kulturbrauerei war der Fashionmarkt diesmal voll mit tollen Sachen, die entdeckt werden wollten. Das letzte Mal mussten man eher danach suchen.
White Market mit internationalen Ausstellern
Diesmal waren es mehr Aussteller, die unter der Berliner Sonne ihre innovative Kleidung und Accessoires zeigten. Von Kapuzenschals über Bambusstoffe zu Süßigkeitenhaarreifen fanden sich liebevoll und aufwendig hergestellte Schmuckstücke. Diesmal traf man auch auf französische und spanische Aussteller.
Wer nicht da war, muss nicht weinen. Die tollsten Aussteller, stelle ich euch noch einmal im einzelnen vor.
Der nächste White Market findet gemeinsam mit dem Sommerpendant des holy.shit.shopping, dem summer.pop.shopping. am 29. August statt.
Jetzt heißt es: nächtliche Prüfungsvorbereitung.




