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Weg mit der Fahrangst!

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Autos und ich haben so eine kleine Hassliebe. Während ich mit 18 brav meinen Führerschein im ersten Anlauf hinbekam, fand ich das rumdüsen eigentlich ziemlich gut. Mittlerweile bin ich seit 6 Jahren nicht mehr gefahren und frage mich: “Wozu auch die Luft belasten, wenn man in einer Großstadt lebt?” Doch in manchen Situationen ist so ein Gefährt schon sehr neckisch.

Wenn man viele Jahre nicht mehr Auto gefahren ist, hat man natürlich erstmal Angst, wieder am Steuer zu sitzen. Würde mich jetzt jemand spontan fragen, ob Gas oder Kupplung links oder rechts ist, wüsste ich das nicht, aber wenn ich im Wagen sitze, kommt das relativ schnell wieder in den Kopf zurück. Hoffentlich.

Im Alltag brauche ich keinen PKW, da ich genau zwischen Bus-, Bahn-, Tram- und Ubahnstation wohne und meine Fahrkarte Studium sei Dank viel zu günstig ist, um sie nicht zu nutzen. Ich muss aber zugeben in besonderen Situationen habe ich es schon vermisst einen farhbaren Untergrund zu besitzen.

Die alte Leier von der Freiheit

Gut, ich brauche kein Auto um mich geil zu fühlen und mittlerweile gibt es genug anderen Möglichkeiten mobil zu sein und seine Freiheiten auszuleben ohne ein Auto, doch auf Reisen ist das ein anderes Thema. Auf meinem Trip durch Irland musste ich doch schmerzlich zugeben, wie toll es ist unabhängig und motorisiert durch die Landschaften zu flanieren. Damals wurde ich chauffiert, doch jetzt will ich das auch selber hinbekommen. Ein Land selber zu erkunden, ohne dabei mit 30 anderen Menschen in einen Bus zu steigen und an den Touristenplätzen rausgeworfen zu werden, scheint mir doch schon sehr attraktiv. Außerdem wäre es besonders in Berlin easy öfter einfach mal spontan Carsharing-Angebote auszuprobieren. Diesjahr muss das klappen!

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Autos sind so 2000

Das mich Gepose in fetten Karren eher anekelt und ich nicht über Menschen hinwegkomme, die täglich allein in ihren Kombis durch die Stadt düsen, nimmt mir leider nicht den Spaß, den ich habe, wenn ich selber aufs Gaspedal drücke.

Wie aber kann ich meine Angst besiegen? Es ist natürlich super, wenn man Freunde hat, die einem anbieten mit ihnen zu fahren bzw. mit ihren Autos, doch nach so einer langen Zeit würde ich ungern gleich in die Rushhour Berlins oder auf den Stadtring. Ich habe aber etwas gefunden, dass vielleicht nicht nur mir helfen kann sondern eventuell auch ein ziemlich gut durchdachtes Weihnachtsgeschenk für Neuanfänger, Wiedereinsteiger oder Rabauken: Ein Fahrsicherheitstraining.

Einfach mal richtig ausrasten, driften und sich wieder trauen Autos zu benutzen und dessen Grenzen ausprobieren, ohne dass man Schiss haben muss an der Ampel neben einem lacht jemand, wenn man den Schleifpunkt nicht gleich findet. Das finde ich ziemlich gut und das will ich glaube ich auch gern machen, hat das jemand von euch schon ausprobiert? Ansonsten hätte ich sehr Lust nach einer kleinen Aufwärmphase so eine fancy Oldtimer Tour buchen und stylisch rumdüsen und das sozusagen als erstes Ziel zu haben. Schön mit Kopftuch und Sonnenbrille versteht sich.

Sonst irgendwelche Tipps, um sich wieder ans Autofahren zu trauen? Gab es bei euch schonmal längere Phasen, in denen ihr keine Fahrpraxis hattet und dann ran musstet?

 

 

Wie viele Visual Statements braucht der Mensch?

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Aphorismen, Zitate und Weisheiten haben den Menschen schon immer gefallen. Dank Pinterest & Facebook wird man damit nun überschwemmt. Kaum eine Fanpage lässt sich die Likewilligkeit der Nutzer zu schlauen Sprüchen entgehen, doch warum faszinieren uns die kurzen Schlauheiten so?

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Herzschmerz, Inspiration und Motivation

Keine Ahnung wie viele Nächte ich schon damit verbracht habe auf Pinterest meine “Just sayin” Pinnwand zu füllen. Es ist eine kleine Prokrastinationstherapie, bei man durch Sprüche von Menschen schwimmt, die einem gerade aus der Seele sprechen.

Danach zu suchen, kann meherer Funktionen erfüllen und ist je nach Situation mehr oder weniger heilsam. Ein zentrales und großes Thema ist wohl immer wieder die Liebe und so kann man mit seiner Zitate-Sammlung entweder die eigene Verknalltheit intensivieren oder den Herzschmerz elendig unterstreichen. In jedem Fall haben große und kleine PoetInnen schon alles einmal durch gehabt und finden manchmal fühlbar bessere Worte als man selbst.



Dann gibt es noch die Rubrik Motivation, bei der Sprüche wie, der im Headerbild in den Fokus rutschen. Heute! Hier! Ich! Machen! Alles Zitate, die einen zu einem neuen Leben, mehr Zielstrebigkeit und aus der Comfortzone herausschubsen sollen oder einfach nur ungebremmste Positivität versprühen. Dazu gehört dann auch die sportliche Motivation (Fitspiration), bei der vornehmlich Zitate angeschmachtet werden, die einen zum Schwitzen auffordern wie “Stop wishing, start doing”. Das kann natürlich auch gefährlich werden, denn genau diese Fitspo Quotes sind manchmal nur einen kleinen Schritt entfernt von den Pro-Ana-Effekten, die gegenseitiges Anspornen zum Hungern hat. Ich bin allerdings auch ziemlich sicher, dass es gleichzeitig für viele der einzige Sport bleibt diese Bilder zu sammeln.

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Nicht zu vergessen sind natürlich die Wanderlust-Zitate. Gerade jetzt, wo reisen das neue Stickersammeln ist. Diese erzählen entweder eine Geschichte von Erfahrungen und den Dingen, die der Besuch in einem neuen Land mit einem macht oder sorgen für fieses Fernweh im “Whereever you go, go with all your heart”- Stil.

Die schnieken Untersetzer aus den Bildern oder auch Coaster genannt, stammen übrigens von Westwing. Zu dem Set gehörten noch massivere Steinuntersetzer. Ähnlich schwerwiegende Worte gibt es auch bei DaWanda .

Die kritische Seite

Darüber, dass Zitate und Weisheiten gut ankommen und mittlerweile Bilder mit Sprüchen in bekannten Einrichtungsketten zu finden sind, brauchen wir nicht zu diskutieren. Auch nicht darüber, dass deswegen auch Hand-lettering einen Boom erlebt hat und sich mittlerweile jede inspirationssuchende Person in allen möglichen Stores Zitate im Posterformat kaufen kann. Die Leute stehen drauf. OK.

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Ansich ist es natürlich super sich lebensverändernde Schlauheiten an die Wand oder auf den Desktophintergrund zu buchstabieren, jedoch nicht wenn es nur dabei bleibt. Allein das sammeln dieser Sprüche kann viel Zeit kosten. Stundenlang Worte zu sammeln, denen man eh nie folgen wird, bringt keine Befriedigung und verändert erst recht kein Leben. Man beruhigt sich allerdings damit sich schon einmal für die Zukunft inspiriert zu haben. Außerdem stresst mich diese “Du musst den super Happyness-Job deines Lebens finden und immer Lächeln und gut drauf sein.

 

Also fokussiere ich mich einfach auf mein wichtigstes motivational Quote, das auch einen zentralen Ehrenplatz in meinem Zimmer hat und verabschiede mich mit dieser intensiven Weisheit aus dem heutigen Artikel:

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Ze Germans – 5 “typisch deutsche” Eigenschaften, die ich an mir erkannt habe

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Natürlich ist es faul sich allzu oft in Stereotypen zu flüchten und Menschen aufgrund ihrer Herkunft gleich zu kategorisieren. Gleichzeitig sind kulturelle Unterschiede und Eigenheiten selbst in der globalisiertesten Welt nicht von der Hand zu weisen. Hier meine eigenen kulturunwissenschaftlichen Erkenntnisse durch passioniertes Weltenbummeln.

Wenn ich eins durch mein ERASMUS-SEMESTER gelernt habe, dann dass jedes Land erstmal sein eigenes Verhalten logischer Weise als “normal” definiert und dementsprechend alle Abweichungen als “crazy” wahrnimmt. “Wie ihr findet das komisch andere mit Küssen zu begrüßen? Was soll diese komische Umarmung sein? “Also wirklich jetzt? Ihr tanzt alle zum DJ gerichtet und zu solchern Musik?” “Wieso sollte man denn Saft und Sprudelwasser mischen?” “In Deutschland gibts doch kaum Arbeitslose und allen gehts gut!”

Eine Zeit lang mal in einem anderen Land zu leben ist nicht nur deswegen eine Erfahrung, weil man über dieses neue Land viel lernt, sondern weil man sich und sein Herkunftsland reflektieren kann. Man geht einen Schritt zurück, hört sich an wie andere Deutschland wahrnehmen und erkennt eigene kleine Klischeefallen, deren man sich durch seine Sozialisation mittels Familie, Freunde und Medien einfach nicht entziehen kann. Spannend zu diesem Thema ist das herrrrliche zweichsprachige Wendebuch von Adam Fletcher Wie man Deutscher wird in 50 einfachen Schritten.

 

1. BROT – Gib mir Vollkorn!

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Ich habe bereits hier und hier schon über meine Liebe zum Teignahrungsmittel gesprochen, jedoch kann ich meine Zuneigung nicht genug unterstreichen und muss sagen, dass es wirklich das erste ist, was mir in anderen Ländern fehlt. Besonders beim Frühstück und Abendbrot, bei dem man sich ein bunt belegtes Schnittchen gönnt. In vielen anderen Ländern ist Frühstück die unspektakulärste Mahlzeit des Tages und dazu meist auch noch süß. Von Brunch wird oft nicht viel gehalten und wenn man doch mal Brot bekommt, ist es Weißbrot, von dem ich erst einmal Unmengen verschlingen müsste, um ansatzweise satt zu werden.

2. FENSTER & LÜFTEN – German (Erstickungs-)Angst

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Als ich in Irland nach einer Wohnung suchte, fiel mir dann doch auf wie viel von meinem Vater an mir hängen geblieben ist. Neben den vielen schiefen Wänden fielen mir oft die ungedämmten Fenster auf und der Schimmel, der Schnell Einzug hält, wenn kein ordentliches Temperatur-Lüftungsverhältnis eingehalten wird. Ich hatte letztendlich Glück in meinem Dachgeschoss-Zimmer ordentliche Fenster zu haben. Ich musste ein wenig schmunzeln, als ich das erste Mal in meinem neuen Bett lag und den Markennamen eines bekannten deutschen Fenster-Herstellers Velux* sah. Abgesehen von der spannenden Erkenntnis, dass “Fenster auf Kipp” scheinbar auch eine deutsche Eigenart ist.

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Achja und abgesehen von den, oft fensterlosen Bädern (Schimmel vorprogrammiert) gab es z.B. in Irlans witzige automatische Duschen, die auf Knopfdruck funktionierten. Achja und unsere Toiletten werden auch gern als wahnwitzig gefeiert zumindest jene, die so ein kleines Plateau im WC-Becken haben statt ein direktes tiefes Loch, in das alles fällt.

 

3. Zeit – Keine unnötigen Unterhaltungen

Pünktlichkeit ist nicht mein oberstes Gebot, aber zugleich richte ich mich sehr nach der Zeit und bemühe mich nicht zu spät zu kommen. Falls das dann doch mal der Fall sein sollte, fühle ich mich bei mehr als 10 Min eine kurze Nachricht zu schicken. Auch dann, wenn es ein Partywochenende ist. Verabreden und dann irgendwann kommen, scheint in anderen Ländern tooootal normal zu sein und dabei spreche ich nicht vom akademischen Viertel. Während mir in diesen Fällen gefällt, dass ich es gewohnt bin Zeit als Richtmaß und Diktator zu gehorchen, ist es an manchen Stellen aber auch fehl am Platz.

Wenn es zum Beispiel darum geht auf der Straße mit jemand Fremden zu sprechen, ihn oder sie nach dem Weg zu Fragen oder mit der Verkäuferin einen Plausch zu halten. Wenn man nicht gerade auf dem Dorf ist und sich kennt, kommt das nicht so oft vor und meist wird zwar nett aber nur effizient miteinander gesprochen. Man stellt die Frage nach dem Weg und Schwups! ist man schon wieder los. In vielen anderen Ländern wird so ein Gespräch viel länger und zwangloser. Ich habe das dann mal mit mir selber geübt, was nicht leicht war und eh ich mich versah versieht, erfuhr ich, dass die Person mir gegenüber früher in einer Hippiekommune gelebt hat, jetzt Taxifahrer ist und bekam noch einen geheimen Tipp fürs nächste Abendbrot.

 

4. Schorle – Mix dich zur ultimativen Erfrischung

Ich gebe zu, ich bin als Brausekind aufgewachsen und ab da an, wo ich etwas von Kalorien und Inhaltsstoffen verstand, wurde es ganz schön schmerzhaft die süßen Getränke aufzugeben bzw. zu reduzieren. Zum Glück aber gibt es ja die Möglichkeit einen gesunden, aber gehaltvollen Saft mit Sprudelwasser zu mischen. Während es hierzulande total normal ist auch schon eine fertige Schorle zu kaufen, muss man sich diese im Ausland selbst zusammen mischen. Abgesehen davon, das niemand das Konzept kennt und ich noch in KEINER Sprache eine Übersetzung für das Wort Schorle gefunden habe, wird man verächtlich angeguckt, wenn man einen Schritt weitergeht und von Weinschorle erzählt.

Wenn die Schorle dann mal leer ist, ist übrigens auch das Thema Flaschenpfand immer der Hit: In anderen Ländern gibt es oftmals kein Mehrwegsystem, aber alle finden es super smart und fragen sich dann, wieso das nicht alle machen.

 

5. Ampeln

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Ja, ja das gute alte Klischee über die gehorsamen Deutschen, die alles tun, was die Autoritäten ihnen auftragen. Ich muss sagen, wenn ich zu Hause bin, bin ich ein sehr großer Fan vom Rot-Gelb-Grün-Prinzip und habe als Kind oft mit meiner Mutter an Ampeln gestanden und “Bei rot bleibe stehen, bei grün darfst du gehen” aufgesagt.

In manchen Ländern scheinen die drei Farben jedoch lediglich eine “Orientierung” zu sein und sich niemand wirklich daran zu halten, wodurch man sich schon am ersten Tag als German entpuppt. In manchen Ländern sind die Ampelschaltungen auch so sinnlos und der Verkehr so verkrumbiegelt, dass man nie am Ziel ankommen würde, würde man sich an die Ampelphasen halten.

Zurück in der Heimat musste ich mich dann schnell umgewöhnen, nachdem mich 3 aggressive Elternteile anschrieen, als ich über eine kleine Ampel, auf einer Straße im nirgendwo bei Rot die Seiten wechselte, weil einfach nirgends irgendwo ein Auto zu sehen wahr. Effizenz ey!

Was ist euch auf euren Reisen so aufgefallen? Was haben andere Länder für kulturelle Eigenheiten?

Make me German

Wenn ihr jetzt so richtig schön in die Kulturwissenschaft eingetaucht seid und Spaß daran findet die kleinen und feinen Unterschiede zu untersuchen, kann ich euch nur diese BBC Doku ans Herz legen, in der eine Britische Familie versucht “typisch deutsch” zu leben:

 

* Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Veluxshop

Gewollte Abnutzungserscheinungen

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Das ist nicht alt, das ist Vintage! Oder Retro. Die Nachfrage an industriell hergestellten Möbeln im Vintage-Look scheint groß zu sein, schaut man sich die Prospekte großer Einrichtungsketten an. Doch warum erleben Menschen mit ihren Möbelstücken nicht mehr selbst genug, um sie “used” aussehen zu lassen?

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Antik-, Recycling- oder Used-look

Eigentlich sind wir ein bisschen verrückt. Nachdem unsere (zumindest meine) Eltern glücklich waren endlich in die bunte Welt des Konsums entlassen worden zu sein, um neue moderne Möbel bzw. Einrichtungsgegenstände zu kaufen, sucht unsere Generation ständig nach dem Vintage-Look. Und weil gar nicht so viel altes mehr da ist, das man auch bezahlen kann, werden neue Möbel hergestellt, die so tun alsob sie alt wären. Fast in jedem Einrichtungs-Onlineshop findet man irgendetwas Vintagiges.

Bildschirmfoto 2015-02-05 um 17.28.13Quelle: Stilartmoebel.de 

Bildschirmfoto 2015-02-05 um 17.41.20Retroromantik

Ist das unsere Antwort auf den never-ending Abnabelungsprozess des Kindsein? Verlangt das verlangsamte Erwachsenwerden vielleicht mehr als ein New Era Cap auf den Köpfen der Dreißigjährigen? Helfen uns Möbel, die aussehen wie aus einer Zeit ohne fließend Wasser darüber hinweg wie schnell, laut und anstrengend das Lebend der Großen ist? Vielleicht.

Wenn nur noch Möbel gekauft werden, die sich schnell abnutzen und Trends auch im Interiorbereich immer schneller werden, ist es schwer ein eigenes Möbelstück auf seinem Alterungsprozess zu begleiten.

Vielleicht hilft uns ein bisschen Retroromantik, die hochkommt, wenn wir unsere Holzmöbel beizen und den Lack liebevoll mit Drahtbürsten abbröckeln lassen. Eventuell brauchen wir einen Nachttisch, der so aussieht als hätten wir ihn unserer Uromi geklaut, damit wir uns wohlig warm fühlen. Auf ihn legen wir dann unser Smartphone, mit dem wir dann doch nochmal gestalked haben, wann “X” das letzte Mal online war, bevor wir ein paar Instagramherzen verteilt und den letzten Lebensbejahenden Spruch auf Pinterest gepinnt haben, um dann wieder erst um 1:00 Uhr einzuschlafen, obwohl es doch endlich mal früher ins Bett gehen sollte.

 

 

 

Weiß beschuht ist halb gewonnen

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Ich steh auf weiße Schuhe, wenngleich es sich anfühlt als würde es nichts sinnloseres geben, als ein Schuhwerk für den Alltag zu erfinden, das Dreck magisch anzieht. Meine liebsten Tanzschuhe zum Beispiel sind auch weiß. Also waren es. Nunja. Es folgt Inspiration inklusive Pflegetipps.



Verschiedene Schnitte, verschiedene Styles

Egal ob Canvas oder Sneaker, man kann sich mit vielen unterschiedlichen Modellen in die Welt wagen. Mir gefallen vor allem die Kombinationen zu einfarbigen einfachen Kleidern und zu komplett schwarzen Outfits. Je nachdem, wie klobig das Modell ist, passt es zu unterschiedlichen Stilen und/oder Anlässen. Höher geschnittene Sneaker zu schwarzen Strumphosen finde ich fabulös.

defshopcollageQuelle: DefShop

Wenn man aber durch Schmutzangst nur am Straßenrand steht, hat niemand was davon. Auch ich sammelte verschiedenste Schuhsohlenprofile auf meinen Festivalschuhen als Andenken, aber das ist natürlich nicht jederfraus Vorliebe.

Bei DefShop habe ich beim Stöbern eine schnieke Reinigungslösung gefunden. Nachdem ich erst ein gestell feierte, mit dem man sein Basecap auch im Geschirrspüler & Waschmaschine waschen kann, ohne dass es die Form verliert, gab es nun hier auch ein Special Reinigungsset für Sneaker.
Jetzt traue ich mich doch vielleicht endlich neue weiße Sneaker zu kaufen.

5 Valentins-Geschenktypen

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“Love, oh love, I gotta tell you how I feel about you” wie eine große Künstlerin unserer Zeit einst sang, ist bald wieder angesagt. In Februars Mitte rasten so einige Herzen aus und der besagte V-Day wird auch in Deutschland immer öfter und größer gefeiert.  Dabei spaltet er die Menschheit in die zwei Meinungs-Lager “Kommerzieller Abschaum, der von der Floristik erfunden wurde” und “Wichtigster Beziehungsfeiertag”. Hier eine unwissenschaftliche Typologie von Valentinsgeschenken.

Manche Geschenke sind durchdacht, einige spontan und wieder andere pieksen genau ins Herz. Manchmal bringen 5 Minuten Aufwand mehr als 5 Millionen Mark.

1. Die Selbermach-Geschenke

Teebeutel Selbermachen, Teebeutel DIY

Basteln, kleben, schneiden: Nicht jeder Mensch fühlt sich zum Selbermachen berufen, aber so ein bisschen kann ja irgendwie doch jeder und selbst, wenn das Geschenk am Ende etwas verschrumpelt aussieht, hat es immer noch mehr Charakter als eine  parfümierte Kerze von Nanu-Nana. Also lieber schnell Teebeutel selber nähen!

2. Die Schmuck-Klassiker-Geschenke

valentinstag_pandoraJa für einige ist es vielleicht ein Klischee, aber viele Damen quietschen dennoch freudig in Meerschweinchenfrequenz, wenn sie ein Schmuckstück zum Valentinstag geschenkt bekommen. Selbst ich hatte schonmal so etwas, was man als Liebes-, Verbundenheits- oder Beziehungsringe bezeichnet. Aber da war ich noch klitzeklein. Herzlichkeiten in Gold und Silber gegossen, findet man in geschmackvoller Form zum Beispiel bei Pandora.

3. Die ironisch verächtlichen, aber heimlich ganz süssen Geschenke

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Es gibt nichts besseres, als den Valentinstag zu hassen und als Erfindung der Floristen zu beschmipfen, um dann AUSVERSEHEN einen total romantischen, natürlich extrem ironischen Anti-Valentinstag zu feiern. In den kommenden Tagen werde ich einen ganzen Artikel bauen, der noch mehr dieser wundertollen Karten hier vorstellt.

4. Die “Liebe-geht-durch-den-Magen-Geschenke

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Es muss doch nicht immer ein unzerkaubarer Diamant sein! Man kann den Serotoninspiegel doch auch wunderbar mit Lebensmitteln zum steigen bringen. In Herzform gepresst, wird dann so manches Schmankerl valentinstauglich.

Während viele den vierzehnten Februar wohl eher mit Pralinen verbinden, finde ich man darf auch gern mal an die Käse-, Wurst- oder Gemüsefront. Ihr habt die Plätzchenformen doch sowieso noch nicht in den Keller gebracht, also holt sie wieder vor!

5. Fernbeziehungs-Nähe-Improvisations-Geschenke

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Während man mit Skype, WhatsApp und Co. viele Rituale wie gemeinsame Filmabende und kontinuierlichen Kontakt recht gut nachspielen kann, fehlt doch oftmals die menschliche Nähe. Ein kleiner Knuff oder eine Umarmung mal ganz abgesehen von der guten alten Knutscherei.

Wie wäre es also eine Umarmung zu versenden. Was hier durch den Mäuserich angedeutet, solltet natürlich ihr sein. Kauft Packpapier oder günstiges Geschenkpapier, legt euch drauf und lasst jemanden eure Silhouette nachzeichnen: fertig ist der Hug-to-go und ab damit auf die Post.

 

 

Bunt aufgetischt.

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Ich sitze auf einem Klappstuhl während ich diesen Artikel schreibe. Seit ich vor 5 Jahren meine Wohnung bezog, habe ich noch immer nicht genug Anstand gehabt, um endlich mal richtige Bestuhlung für sie zu besorgen. Umso besser, wenn man inspirierende Freunde hat, die einzigartige Stühle sammeln.

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Setz dich doch!

Natürlich habe ich einen Bürostuhl für meinen Arbeitsbereich, aber manchmal bekommt man ja doch Besuch oder einen kleinen Arbeits-Flitz. Bei mir äußert sich dieser in der Form, dass ich unbedingt in der Küche arbeiten will, weil ich mir einbilde nur in der Umgebung von Tellern und Tassen kreative Wolken inhalieren zu können. Da ist es dann noch unbequemer als irgendwo anders.

Die gute Lieblingsnadine hat mir deswegen erlaubt ihre tollen Sitzgelegenheiten an dieser Stelle vorzustellen, die allesamt herzkorrodierende Geschichten zu erzählen haben. Hier ein kleiner Einblick in die Schemel einer adretten Frau, deren Sammlungsstory eher einer Liebesgeschichte gleicht. Jede Form ist anders und hinter jedem Sitzmöbel steckt eine andere kleine Anekdote, die beim Schlemmen oder großem Trinken am Tisch erzählt werden kann.

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Der grüne Stuhl z.B, der mit Fell und Decke geschmückt ist, ist ein Fundstück von eBay Kleinanzeigen. Beim Abholen wurde man auf Tee eingeladen und bekam noch ein kleines bisschen Lebensgeschichte und Kummer über die Miet- & Ferienwohnungssituation im Prenzlauer Berg von der vorherigen Besitzerin gratis dazu. Solche Möbel autolos nach Hause zu bringen, ist natürlich immer ein Fest, aber zumindest hat man immer einen Sitzplatz in der Bahn und wird von Touristen wie eine eigene Sehenswürdigkeit angehimmelt (Like a boss).

Der goldene Stuhl stammt aus der Sammlung an Brennholz für die “Pennertonne” von Lieblingsnadines Eltern. Der Herr Vater hat ihn wie es sich für einen Papa gehört insgesamt 4 mal abgeschliffen und neulackiert (Die Farbe wurde auch extra aus den USA, wo ja das Gold erfunden wurde, bestellt). Aus diesem Grund gab es das Geburtstagsgeschenk dann statt im November erst im Januar. Perfektionismus ahoi bei diesem best Daddy Geschenk ever!


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Der beschriebene Stuhl ist ein Weihnachtsgeschenk von dem Lieblingsmenschen der Lieblingsnadine. Das Holz stammt von ihrem alten Lattenrost und der Text ist von einem meiner liebsten Gänsehaut-Songs des Cinematic Orchestras. Ganz große Liebe dafür.

Der blaue Stuhl wurde in einem Projekt von einem Erzieher & schuldistanzierten Jugendlichen in einer Jugendhilfe-Einrichtung in Berlin Hohenschönhausen gestaltet.

Der Holzthron kommt vom Flohmarkt auf dem Boxhagener Platz und wurde geschossen, als gerade zusammengepackt wurde. Dementsprechend saugünstig.

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Der schwarze Holzstuhl kommt vom Sperrmüll aus einem Kunsthotel in Mitte, in dem ihr bester Freund arbeitet. 

Zu guter Letzt der weiße Stuhl: ihn fand Lieblingsnadine noch, bevor sie mit ihrem Freund zusammenzog und es war das erste Möbelstück, kurz nachdem sie das erste mal übers Zusammenziehen gesprochen hatten. Er stand einsam und verlassen vorm Lidl. Als sie das pinke Herz auf der Rückseite entdeckte, wusste sie: Dieser Stuhl braucht ein neues zu Hause!

Nicht zu vergessen nun aber auch noch der Tisch: ein Geburtstagsgeschenk des Lieblingsmenschen. Die gemeinsame Wohnung wurde dadurch während des Abschleifprozesses in wenigen Stunden komplett mit Staub bedeckt, sodass man kurzzeitig glauben konnte die Erderwärmung hätte sich beeilt und es sei ein schwerer Wüstensturm durch Berlin gejagt.

Wer sich nun auch wünscht mehr Spaß beim Auf-den-Hosenboden-setzen zu erfahren, bekommt hier ein paar Vorschläge serviert, um erstmal anzufangen oder schon bestehende Sammlungen zu unterfüttern.

 

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1, 2, 3, 6 von  Höffner

4, 5, 7, 8 von  Maisons Du Monde

9 von DaWanda

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10 liebste Lieblingstweets

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“Wenn ich ein Vöglein wär’…” gäbe es vielleicht noch mehr Gezwitscher (ein Wort, das ich früher nie aussprechen konnte), bis ich allerdings buddhistisch genug bin, um wiedergeboren zu werden, müsst ihr euch mit meinen Tweets begnügen. Und bitte!

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Kleider im Kreislauf

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Da gibt es noch ein paar Klamotten, die mal endlich wieder getragen werden wollen! Deswegen gibt es hier nochmal einen kleinen Hinweis auf meinen Kleiderkreisel-Account. Schmökert euch durch. Es ist eine ganz nette Plattform, um den Kreislauf und die Tragzeit von Kleidung zu verlängern. Für alle, die merken, dass sie immer mal wieder etwas Neues im Schrank brauchen, aber für weniger Kleiderberge sorgen wollen.

Rausgesucht

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Ihr kennt das. Man sieht ein schniekes Teil an einer anderen Person oder gar etwas, das man lange selbst gesucht hat und greift sich endlich ein Herz die Fremde Person anzusprechen und zu fragen, wo sie es her hat. Die Antwort, die ich oft hörte, war: Esprit. Allerdings habe ich nie nie nie etwas in ihren Stores gefunden. Deswegen habe ich mich mal am Online-Shop zu schaffen gemacht.

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Überrascht war ich dann, denn hier wurde ich endlich fündig und fand sogar mehr Kleidung als mir lieb war. Das schöne ist, dass die Stoffe hier oftmals sogar eine bessere Qualität haben als jene aus den Standard-Ketten. Auch die Infos zu den Produkten sind detaillierter und so findet man genaue Größenangaben und Hinweise zum Material und dessen Pflege.

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Alle Produkte, die ich euch hier vorgestellt habe, sind aus der Kategorie Bohemian Blue. Natürlich sind die Preise hier auch einen Hüpfer weiter oben. Die gefatureten Produkte befinden sich zwischen 30€ und 100€. Flauscht euch also schnell noch eine Runde ein, wenn nötig.

Achso, wenn die Menschen übrigens nicht gerade “Esprit” sagten, sind meine Lieblings-Hass-Antworten: “H&M” und seit neuestem “Kleiderkreisel”, weil dann ja klar ist, dass man es wohl selber nicht mehr erhaschen kann. Dafür müssen andere Damen darunter leiden, wenn ich mal wieder antworte “das ist von meiner Omi und schon mindestens 20 Jahre alt”.

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