Bachelor-Umfrage zum Thema Modeblogs

18Mai

Ihr Lieben! Daniela Lindner schreib gerade ihre Bachelor-Arbeit und forscht ein bisschen zum Thema Modeblogs. Viele von euch wissen sicher wie anstrengend es ist eigene Umfragen zu starten und wertvolle Ergebnisse zu erhalten, geschweige denn genügend Teilnehmer zu finden. Nehmt euch also 15 Min., wenn ihr glaubt zu dem Thema eine Meinung zu haben und klickt euch durch ihre Umfrage.

Die Umfrage findet ihr hier: Umfrage Modeblogs. Ein paar persönliche Worte dazu von Daniela:

“Liebe Modeblogleser(innen),
wer ist eure Lieblingsmodebloggerin – und warum? Diese Frage stelle ich mir im Rahmen meiner Bachelor-Arbeit an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Daher benötige daher eure Hilfe: Ihr würdet mir einen großen Gefallen tun, wenn ihr euch ein paar Minuten Zeit nehmt und an meiner Online-Umfrage teilnehmt. Als kleines Dankeschön verlose ich unter allen Teilnehmern drei DaWanda-Gutscheine im Wert von je 10 Euro. Eure Angaben werden natürlich völlig anonym ausgewertet.
Zur Umfrage gelangt ihr über den folgenden Link: http://ww3.unipark.de/uc/modeblogs/

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Vielleicht kennt ihr ja noch Andere, die auch an der Umfrage teilnehmen würden? Dann leitet den Link
gerne weiter! Ich freue mich über jede Teilnahme und jedes Teilen des Links.
Viele liebe Grüße und weiterhin viel Spaß beim Lesen auf „Zauberhafte-Elv”, Daniela”

 

Nackige Lebensmittel – Verpackungsfreie Supermärkte

13Mai

Wie lange habe ich schon rumgemeckert, dass ich meine Lebensmittel nicht in Müll verpackt kaufen will?  Mit der Tupperdose an die Käsetheke, das wärs doch. Und schwups, während ich wieder nur gelabert habe, haben andere schlaue und mutige Menschen einfach gemacht. Die neuen Supermärkte ohne Verpackung kommen: Kiezladen Blank & Original Unverpackt.unverpackt_kiezladen

 

Drei Tage und schon quillt der Plastikmüll in unserer WG über. Wenn man mal darauf achtet, fällt einem auf einmal auf wie unnötig die Papp-Verpackung um die Plastik-Verpackung der Joghurts ist. Besonders die bösen Singleverpackungen, die kleine Mengen in kleine Tütchen mit hübschen Aufdrucken und Versprechen beinhalten sind ganz fiese Gesellen. Das Wochenmarktfeeling gefällt mir da schon viel besser, auch wenn ich erstmal lernen musste ob 100g Kartoffeln jetzt viel oder wenig sind. Leider ist der Wochenmarkt aber nicht immer zur Stelle, wenn ich Lebensmittel brauche. Ein Supermarkt ohne Verpackungen, der ein bisschen Wochenmarktflair einfängt, wäre also die perfekte Lösung. Gedacht, getan!

Kiezladen Blank & Original Unverpackt

Zwei spannende Start-ups sind derzeit dabei dieses Konzept in Berlin zu realisieren. “Original Unverpackt” schafft es gerade überall in die Presse und ist ein groß angelegtes Projekt. Die Lebensmittel werden in so genannten Bulk Bins aufbewahrt und können mit einfachsten Mitteln in selbst mitgebrachten Behältnisse umgefüllt werden. An Spontaneinkäufe ist auch gedacht, man kann die Behälter leihen oder recycelte Papiertüten nehmen. Besonders spannend bei Original Unverpackt ist die Idee mit den nachfüllbaren Kosmetikprodukten.

 

Original Unverpackt sahnte für seine Idee schon Preise ab und bricht gerade alle Crowdfunding-Rekorde (benötigt wurden 45.000 €, jetzt sind sie schon weit über 65.000 €, Glückwunsch!!!). Während ich von diesem Projekt schon vor einigen Monaten zum ersten Mal las, ist mir der “Kiezladen Blank” erst vor kurzem auf den Monitor gesprungen. Wenn euch also das Konzept interessiert, seht euch doch mal die Funding-Website vom Kiezladen Blank an. Es ist ein kleineres Projekt, das auch aus Berlin kommt und ein Herzensprojekt von Franka Eisenschenk. Das Blank soll ein gemütlicher Kiezladen mit integriertem Café in Berlin werden, in dem sich Menschen treffen, die Wert auf bewussten Genuss legen und gerne die Menschen aus ihrem Kiez näher kennenlernen wollen.

Slow Food und Zero Waste: Die Vorteile im Überblick

  • WENIGER Müll: Einzelverpackungen sind oft unfassbar verschwenderisch. Keine Mogelpackungen
  • WENIGER Verschwendung: Genau so viel kaufen, wie man braucht
  • WENIGER Verführung: keine Werbung & sinnfreien Konsumzwangtexte mehr auf den Packungen

 

 

Wie kann ich diese Idee unterstützen?

Da das größere Start-up schon gut versorgt zu sein scheint, springt doch auf die oben verlinkte Crowdfunding-Website vom Kiezladen Blank und wählt einen Spendenbetrag aus. Zu jeder Spende gibt es von beiden Projekten ein kleines Dankeschön. Wer zum Beispiel 15 € spendet, bekommt einen Kaffeeklatsch geschenkt. Wer 400 € aus dem Portmonnaie holen kann, fährt mit Franka und ihrer Crew auf Biobauernhof und macht sich einen Bunten. Eine tolle Geschenkidee für gutherzige Lieblingsfreunde!

 

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Spannend im Zusammenhang mit einem plastikfreien Leben ist auch der Blog der Familie Krautswaschel. Angestoßen durch den Film Plastic Planet versuchte die Familie einen Monat ohne Plastik auszukommen. Auf ihrem Blog beschreiben sie, wie sie versuchen weiterhin durchzuhalten und decken manche versteckte Plastikteilchen auf.

 

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Wer hat die Gans gestohlen?

14Apr

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Sie, sie oder sie?

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Erinner dich

26Mrz

Man dürfte meinen, dass man sich gerade heute sehr gut an alles erinnern kann, was einem widerfährt, da man alles minutiös digital mit dem Handy und auf Facebook dokumentiert. Gerade diese Überfrachtung und der verschobene Blickwinkel sorgen jedoch dafür, dass die Zeit schneller rauscht und die Vergangenheit nur noch aus Pastellfarben besteht. Welche Erinnerung hat noch einen Wert?

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Welche Geschichte erzählen deine Fotos?

Wer heute 2 Jahre alt ist, kann sicher sein, dass von ihm oder ihr hunderte Fotos und viele niedliche Videos existieren. Kaum auszudenken wie viele Terrabyte Leben diese Menschen am Ende ihres Lebens gesammelt haben werden. Unsere eigenen Festplatten quillen ja bereits schon über. Doch wie viel echtes Leben steckt denn in unseren Selfies und Urlaubsfotos noch? Sobald der Moment erlebt wird, er uns berührt oder einfach nur wunderschön ist, haben wir uns darauf konditioniert ihn festhalten zu wollen und das Smartphone wird lässig, zum Abschuss bereit, aus der Tasche gezogen. Zerstört man den Moment nicht genau damit? Ein Stückchen schon. Spätestens, wenn man dann noch mit schlechter Verbindung versucht das Bild irgendwo hochzuladen und nach den richtigen Hashtags sucht.

Hintergrundmusik für diesen Beitrag:

Man möchte Erlebnisse sammeln wie Muscheln, sie in die Vitrine stellen und auf ewig erinnern, doch irgendwie klappt das schlecht bis gar nicht, wenn die tiefe emotionale Verbindung fehlt, denn eigentlich wollen wir doch nicht nur das Bild erinnern, sondern vor allem die Emotion in dieser Minute. Gerüche, Musik und Gefühle des Moments steigen wieder in uns auf, wenn wir noch richtig erinnern können und uns damals auf mehr als nur den Foto-Auslöser konzentriert haben. Aktives Erinnern braucht auch mehr Zeit als das Durchsliden mit dem Daumen auf dem Telefon.

Photolove, my Photolove

Mein kleiner Trick, um Fotos und Momenten wieder mehr Wert einzuhauchen ist, sie wieder erfahrbar zu machen und zu filtern. Meine Instax mini kommt öfter zum Einsatz und macht auch mal teure kleine hässliche Fotos, die einfach echt sind und nur einen Versuch haben. Genau so läuft das auch mit analogen Einweg-Kameras. Ein toller Zwischenweg, um Fotohighlights zu setzen, ist die Idee von Photolove, einem kleinen Start-up aus Hamburg. Sie zaubern aus den Facebookbildern, Instagram-Shots, Eyeem-Knipsereien oder sonstigen Uploads, Bilder im Polaroid-Look, die es dann wieder an Wände und auf Nachttischchen schaffen können.

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Je nachdem wie viel Bildchen man bestellt, bekommt man sie liebevoll in einer Box oder einem Briefumschlag geliefert. Tolle Beispiele findet ihr auch hier und da. Meine Wand wird gerade von diesen Schmuckstücken belagert. Jedes Bild versteckt eine kleine Geschichte, die es immer wieder zu erzählen lohnt und mich dadurch einige Minuten an diese Orte zurückbringt.

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Fotografiert ihr jetzt weniger als nach der großen ersten Smartphone- oder Digicameuphorie? Wann habt ihr das letzte Mal Fotos entwickeln lassen und hat eigentlich irgendwer von euch noch Fotoalben, in die er oder sie Bilder einklebt?

 

Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von Photolove

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A New Girl Guide through Trennungsschmerz

22Mrz

PENG. Gefühlseinschlag. Obwohl wir wissen, wie viel in unserem Körper von Hormonen und anderen kranken Chemikalien gesteuert wird, sind Dinge wie Tod oder Trennungen immer noch Gründe komplett ausgenockt zu werden, den Rationalitäts-Roboter im Kopf abzuschalten und einfach nur am Ende zu sein. Dank des Internets kann man sich ganz gut mit Serien betäuben und verarbeiten, was da eigentlich gerade passiert ist. Expertenanalyse und Weisheiten von New Girl.

14 New Girl Szenen, die genau wissen wie weh alles tut

Die erste Sekunde, in der alles noch unrealistisch ist

Wenn das Herz erstmal explodiert ist und es kein Halten gibt

Der Zustand, in dem Nahrungsaufnahme und Bewegung noch schwer fällt

Die erste bescheuerte selbstbemitleidende Erkenntnis, die helfen soll für einen Bruchteil einer Sekunde aufzuhören zu fühlen

Die wunderbaren Ratschläge, die Freunde dir geben und rein gar nichts ändern

Der einzige Gesichtsausdruck, mit dem man auf diese Tipps reagieren kann

Der wahrhaftige Weg die ersten Nächte zu überstehen

Die Frage, die immer wieder hochkommt

Die andere Frage, die immer wieder hochkommt

Die Worte, die dich dann irgendwie doch motivieren können

Der beste Rat, den man bekommen kann, wenn man sich schon eine Woche später an den nächsten niedlichen Hals wirft

Wenn jede Träne geweint, das Herz-Erdbeben vorbei ist und man endlich wieder losdüst um jemanden zu treffen, den man mit seinen Grübchen, um den Finger wickeln will

Die Erinnerungen, die bleiben

Ungeordnetes Konglomerat an Bilderei

20Mrz

Manchmal muss man gar nicht viel sagen. Das Schweigen überdeckt jegliche Worte, die sich nicht anmaßen dürfen ein Gefühl beschreiben zu wollen. An anderen Tagen wäre es klüger alles zu sagen, was sonst niemand erraten kann und hinter dem beschämten Zynismusmantel vor sich hin gärt. Bilder jedoch, gehen immer.

1. Do the Meerschwein (Kuscheltier)!Insta1

2. Ein Fuchs, der keine Katze ist.

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3. Eine Erinnerung an Liebe

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4. Veggieburger versteckt zwischen ganz viel Gesundheit

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5. Die Ironie rotzt jedem mal ins Gesicht

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Wer Lust auf mehr Bilder ohne Sinn und Verstand hat, klickt gern mal hier: Instagram von elv

Haare natürlich färben – Eine Alternative zu Henna

19Mrz

Wer nach natürlichen Methoden zur Haarfärbung sucht, landet oft bei Henna. Einige Rot- und Brauntöne kann man damit bereits abdecken, doch zwei junge Forscherinnen waren auf der Suche nach mehr und bekamen dafür sogar den 1. Preis des Wettbewerbs Jugend forscht im Fachgebiet Chemie.

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Es gibt viele Gründe, die Menschen zum Umdenken hinsichtlich der Produkte, die sie an ihren Körper lassen, bewegen. Für langjährige Haarfärbemenschen wie mich sind Zusätze in Kosmetik besonders interessant und ich bin ständig auf der Suche nach haut- und umweltverträglicher Pflege. Über eine Lösung haben auch Mira und Roxana aus Berlin nachgedacht und ihr Ergebnis bei Jugend forscht präsentiert.

Wie kann man Haare auf natürliche Art und Weise färben?

Ansätze mit Henna gibt es bereits, aber so wirklich traut sich da auch nicht jeder ran und das Ergebnis ist nicht immer zufriedenstellend bzw. werden einige Haarfarben gar nicht dadurch abgedeckt.

Die beiden Nachwuchsforscherinnen wussten, dass eine bekannte von Ihnen in Schweden ihre Wolle mit Pilzen auf natürliche Art färbt und tolle Farbergebnisse erzielte. Wieso dann nicht auch die Wolle auf dem Kopf damit färben? Hier ein kleiner Einblick ihrer Farbskala der unterschiedlichen Versuche.

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Die Ergebnisse ließen besonders mein Herz höher schlagen, denn die besten Resultate sah man bei den Experimenten für rote Haare. Auf den folgenden Fotos seht ihr die Damen mit den genutzten Pilzen im Messbecher. Die Namen sind ein Traum: Der Blutrote Hautkopf und der Stinkende Warzenpilz.

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Haare Färben mit Pilzen

Die beiden Mädels waren sehr stolz auf ihr Projekt, haben mir aber auch von den Erscheinungen erzählt, die einer Verbreitung der Methode noch im Weg stehen. Bisher kann man seine Haare nur im Dip-Dye-Style färben, also die Spitzen eintauchen, denn die Flüssigkeit muss erhitzt sein. Den ganzen Kopf in heißes Wasser stecken und eine Stunde mit einem Farbband kochen ist aus bekannten Gründen keine gute Idee. Für das Färben von Extensions wäre die Methode jedoch dadurch sehr geeignet. Bisher hat die Farben auch noch niemand auf Hautverträglichkeit getestet.

Das Wunderbare ist aber, dass man die Farben und ihre Intensität aber sehr individuell anpassen kann und sie damit dann sehr natürlich wirken und dazu die Haarpracht weniger schädigen als die konventionellen Farben. Die beiden jungen Forscherinnen inspirieren hoffentlich noch zu weiteren Versuchen und zu einem Umdenken in diesem Gebiet. Weiter so!

Wenn ihr in eurem Freundes- und Bekanntenkreis junge Menschen habt, dann ermutigt sie doch unbedingt mal bei Jugend forscht teilzunehmen. Manchmal entdeckt man die Forscherin in sich erst durchs Ausprobieren.

Ich bade lieber angezogen

17Mrz

Am Wochenende wird es zumindest in meinen Gefilden einen sommerlichen Vorgeschmack geben und mit den ersten Sonnenstrahlen erwacht auch in vielen der böse Kaufanreiz sich neue Bademode zuzulegen. Die generelle Einstellung, dass das dann immer ein Bikini sein muss, prangere ich hier mal ganz stark an und zeige die schönsten Badeanzüge.

badeanzug_bestellen_schwarz_headerWenn der Sommer losgeht und wir unsere blassen Körper wieder öfter raushalten, sind alle schrecklichen Artikel zur “Bikini-Figur” vergessen, die man sich im Winter so schön zurecht gelegt hat. Dann ist er einfach da der Körper und leuchtet halbnackt in die Menschheit. Während viele Körper so viel zeigbarer sind, als ihre Trägerinnen und Träger, die in ihnen wohnen zu glauben scheinen, gibt es auch ganz genau das Gegenteil.

Gerade bei Frauen beobachte ich immer wieder, dass sie sich in ganz kleine Höschen und abklemmende Oberteile eines Bikinis pressen, nur weil dieser irgendwie zum Standard geworden ist. In einem Badeanzug in der richtigen Größe könnten sie sich nicht nur viel wohler fühlen sondern sich auch besser bewegen, ohne dass die Angst vor eventueller Entblößung besteht.

Badeanzüge statt Bikinis

badeanzug_bestellen_collageSeht euch diese wunderbaren Modelle an, von denen auch ich bald einen mein Eigen nennen werde und vielleicht entscheidet ihr ja auch diesen Sommer eher angezogen als ungezogen herumzulaufen, denn die Idee, dass 90% aller normalen Frauen eine Bikini-Figur haben kann, ist vollkommener Quatsch.

Schwarzer Trägerloser Badeanzug Pünktchen-Badeanzug Rückenfreier Badeanzug mit geraffter VorderseiteBlumen-Badeanzug

 

 

 

Klamotten anspitzen

10Mrz

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Mehr aus seinen Klamotten machen

Dass ich auf Spitzfindigkeiten stehe, muss ich eigentlich niemandem mehr erklären. Diese Accessoires, die aus dekorativem Garn geschnörkelt sind, gefallen mir deswegen so gut, weil sie aus einem Kleidungsstück gleich mehrere Outfits machen. Denn mein großes Ziel ist es ja immer noch die Menschen dazu zu überreden ihre Kleidung länger zu tragen.

Genau wie eine Zeit lang der Bubikragen normalen Shirts einen Trendklecks aufsetzte, kann das Anlegen dieser Accessoires vom Label EPUU Basic-Klamotten noch einen edlen Kick verleihen. Der rote Knutschmund des zuckerhaften Models und ihre braunen Haare lassen mich dann nebenbei auch noch wieder meine brünette Mähne vermissen.

Spitzenkette_coll1spitzenkette_collage_2Die unterschiedlichen Kragen kosten zwischen 25€ und 35€. Ihr findet auch andere Accessoires wie Ohrringe aus Spitze und Armbänder im Shop von EPUU Design, der in Istanbul ansässig ist und von der gleichnamigen Dame betrieben wird, die einen sehr herzlichen About-Text in ihrem Etsy-Shop hat.

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Wer will nach Berlin?

07Mrz

Während ich am Alexanderplatz versuche so selten wie möglich hochzuschauen, um schnellstmöglich in die nächste Bahn zu kommen, ohne angerempelt zu werden, stehen um mich herum sehr viele Menschen. Fasziniert knipsen sie herum und feiern jedes vegane Streetartbildchen in “crazy Berlin”, doch watt wollen die denn alle hier?
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Als ich letztes Jahr in Dublin war, fingen die meisten Unterhaltungen mit der Frage “Where are you from?” an. Nachdem die Augenbrauen schon hochgerissen wurden, nachdem man sich als Mensch aus “Germany” vorgestellt hat, glitzerten sie sobald das Wort “Berlin” fiel. Die meisten waren gerade da, haben Freunde, die gerade dort waren oder wollen unbedingt in Zukunft mal vorbeischauen kommen. Als ich dann noch sagte, dass ich in Berlin geboren bin, wurde meistens nochmal richtig gefeiert.

Das hat bei mir eher Augenrollen ausgelöst. Klar liebe ich diese Stadt, klar nerven mich manche Veränderungen, klar kann ich den Berlin-Hype nicht mehr hören. Eine Mischung aus Hauptstadtarroganz, Retroliebe und Angst vor Veränderungen führte bei mir in regelmäßigen Abständen dazu, das ich mich räusperte über Seiten wie stadtinfos.immowelt.de/berlin oder etliche Style-, Stadtteil- und Überlebensratgeber über diese Stadt.

Aber dann muss man sich fragen: Warum sollte ich denn mehr Recht haben hier zu wohnen, als alle anderen und wieso sollte nur ich den Luxus haben ein kulturelles Angebot zu haben, bei dem einem die Augen ausfallen? Ich wäre doch die Erste, die nach Berlin ziehen würde, wenn sie nicht schon hier wäre. Niemals würde ich in meinem spanischen Dorf bleiben, in dem jeder 4. meiner Freunde arbeitslos ist, die Mieten unbezahlbar sind und ich fürs Demonstrieren Geldstrafen zahlen muss, wenn ich auch nur einen Polizisten kitzel. Was sollte mich denn halten, wenn ich höre, dass es da diese Stadt gibt, in der man 24 Stunden am Tag feiern kann, der Döner 3€ kostet, man jeden Tag zwischen Theater, Oper und Konzerten wählen kann und die Arbeitsplätze für mich fertige Akademikerin nur so rufen, während mich viele Bahnen für einen okayen Preis überall hinfahren?

ACHTUNG: Großstadtluft kann Spuren von Völkerverständigung enthalten

Es ist einfach irre, wenn man Menschen durch diese Stadt führt, die aus kleinen europäischen Dörfern kommen, die 7.000 Einwohner haben und die fast einen epileptischen Anfall bekommen, weil so viel so schnell passiert. Wenn diese dann noch erzählen, dass der Berlinbesuch für sie eine Inspiration war, dass sie jetzt ganz anders auf die Welt und ihren eigenen Alltag blicken, ist man fast ein bisschen stolz und akzeptiert wieder eher, dass jemand vor einem auf der Straße einfach stehen bleibt, weil er oder sie den Weg nicht kennt. Wenn diese Reisenden zu Neu-Berlinern werden, weil sie sich hier freier als je zuvor fühlen, charakterlich wachsen und  über den schmutzigen und rutschigen Tellerrand schauen, dann kommt man fast auf die Idee, dass jeder mal bei uns vorbei schauen sollte. Dann haben auch die zuvor genannten Blogs und Ratgeberseiten ihre Berechtigung und sind kleine feine Wegweiser durchs Berlin-Labyrinth.

Außerdem gibt es ja auch noch genügend Menschen, die von der dreckigen Hauptstadt mit den verrückten, großmäuligen Menschen wegrennen wollen und denen diese anonyme Stadt mit ihrer großen Schnauze einfach zu viel ist.

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